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Keine Termine
Lauterburglauf 2009

Am 2. Oktober 2009 um 15 Uhr traf sich die zusammengewürfelte Sippe bestehend aus: Maxi, Basti, Alina, Katharina, Richi und mir am Hauptbahnhof München, um nach Coburg zu fahren und dort bis zum 4. Oktober 2009 um das Pfadfinderschild und eine neue Kothe beim Lauterburglauf, Deutschlands größtem Pfadfinderwettstreit, zu kämpfen. Die Zugfahrt verlief sehr ruhig und angenehm. Währenddessen aßen wir im Zug, da uns der Magen doch schon in den Knien hing und die Fahrt doch über 4 Stunden dauerte.

In Coburg angekommen mussten wir erst noch eine Dreiviertelstunde zum Lagerplatz laufen. Dort angekommen meldeten wir uns an und zogen unsere Startnummer 44. Danach bauten wir unsere Kothe auf und unterhielten uns noch ein wenig über Gott und die Welt und haben uns dann schlafen gelegt. Am nächsten Morgen wurden wir um 8 Uhr geweckt und haben die üblichen Sachen wie Waschen, Frühstücken und Kothe abbauen erledigt. Nach einem ausgiebigen Frühstück konnten wir mit unserem Lauf beginnen.

Als erstes mussten wir unser Können im Kothen-Schnellaufbau zeigen, was wir in 1 min 40 sek. schafften. Das war sogar für die Schiedsrichter am Posten ein bisschen zu schnell. Danach liefen wir zum zweiten Posten, dem Bogenschießen. Wie fast bei allen Posten mussten wir dort erst mal ein wenig warten bis wir endlich unser Glück versuchen konnten. Anschließend kam der Posten "Pfadfindergeschichte", der bei manch einer Frage unsere letzten Kenntnisse erforderte. Danach wollte man unser Wissen zur letzten Bundestagswahl und sonstige wichtige Dinge aus der Politik testen, wie z.B. “Wie heißt unser Bundespräsident?“. Danach kam es zu einem recht zugigen Posten, da der Wind dort die Temperatur um gefühlte 15 Grad kälter machte. Trotzdem ließen uns unsere Sinne nicht im Stich, den dort mussten wir schmecken, riechen und sich Sachen merken. Weiter ging es mit "Messen und Schätzen". An diesem Posten konnten wir unser geschultes Auge, was das Schätzen anbelangt unter Beweis stellen. Nachdem wir dann unsere Erste-Hilfe-Künste zeigen konnten, durften wir gegen 16 Uhr auch endlich Mittagessen. Jedoch war dieser Posten zeitlich beschränkt auf 20 Minuten.

Mit vollen Magen durften wir uns erneut mit Gewürzen und Kräutern beschäftigen, sowie die Menge an Mehl und Zucker abschätzen, worin wir gar nicht so schlecht waren. Als letztes durften wir an diesem Posten noch eine Zwiebel, eine Karotte und eine Kartoffel essgerecht zubereiten. Beim nächsten Posten haben wir uns zuerst mit dem Aufbau von Blüten und Bäumen beschäftigt und mussten dann noch einige Pflanzen erkennen. Als nächstes konnten wir unseren Stimmen fast freien Lauf lassen, den es kam der Liederposten bei dem wir das Lied "Morgensilber" sangen. Nachdem wir die Jury scheinbar sehr beeindruckt haben, wanderten wir zum Tierkunde-Posten, bei dem es uns im Vergleich zu den anderen Aufgaben leider nicht ganz so gut ging. Trotzdem versuchten wir unser Bestes. Anschließend durften wir in der allmählich einbrechenden Dämmerung unser Wissen zur Astronomie testen, was wir unserer Ansicht nach nicht schlecht gemacht haben.

Der nächste Posten befasste sich mit Technik, was uns natürlich keine Probleme bereitete. Egal ob wir eine Fahrradschlauch aus einem Rad holen mussten und auch wieder reinpfriemeln oder „nur“ Werkzeuge erkennen sollten. Am nächsten Posten konnten wir die Dunkelheit der Nacht bewundern sowie die hell leuchtenden Sterne, die man so über München vielleicht noch nie gesehen hat. Außerdem konnten wir noch einen „Nachmittagskuchen“ auf dem Weg dorthin verspeisen. Am darauf folgenden Posten angekommen, stellte sich heraus, dass wir über eine Seilbrücke einen Fluss überqueren müssen, was für geübte Profis wie uns eine Leichtigkeit ist. Am letzten Posten des Tages mussten wir uns noch mit unserem Planeten befassen, genauer gesagt mit den einzelnen Ländern und Flaggen, was für unsere Erdkunde-Experten erneut keine Probleme darstellte. Anschließend mussten wir noch einen kleinen Anstieg zur Lauterburg hinauf. Oben angekommen, meldeten wir uns im Lager an und konnten dann unsere Kothe zum zweiten Mal an diesem Tag aufbauen, mit dem einzigen Unterschied, diesmal nicht auf Zeit zu handeln und auch so, dass man darin schlafen kann, ohne dass es womöglich hineinregnet. Außerdem gab es noch zwei Singerunden. Nach diesem anstrengenden Tag legten wir uns auch bald in die Schlafsäcke.

Am nächsten Morgen wurden wir erneut geweckt, wuschen uns, bauten unsere Kothe ab und packten alles zusammen. Danach genehmigten wir uns ein ordentliches Frühstück mit Semmeln und warmen Tee. Im Anschluss daran gab es die Siegerehrung. Da wir etwas früher gehen mussten, damit wir den Zug noch rechtzeitig erwischen, wurden wir vorgezogen. Wir erreichten den 4. Platz hinter drei Sippen von den Kreuzträgern. Insgesamt ein gutes Ergebnis. Daraufhin wurden wir zum Bahnhof nach Coburg gefahren und fuhren von dort aus wieder Richtung Landeshauptstadt. Auf unserem Heimweg hatten wir natürlich auch noch ein paar Fahrgäste, die auf die Wiesn wollten und uns sehr amüsierten.

Stefan - Sippe Vaganten

 

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